Dienstag, 4. Februar 2014

Rezension Wolfskinder von John Ajvide Lindqvist


Autor: John Ajvide Lindqvist
Verlag:Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, 557 Seiten

Erster Satz: Freilichtbühne Solliden, Skansen. Der sechsundzwanzigste Juni 2007. Zehn Minuten vor acht. Der Moderator stimmt das Publikum ein, indem er "Ist es den schlimm, wenn man sich manchmal fortsehnt?" mit ihm einstudiert. 


Zitate: 
Seite 175: "Als es wärmer wurde, begannen sie sich wieder draußen in der Höhle zu treffen. Johannes hatte begonnen, Harry Potter zu lesen, und lieh Teresa das erste Buch aus. Sie mochte es nicht. Sie konnte nicht glauben, was darin stand. Sie hatte zwar Mitleid mit dem Jungen, der so ein beschwerliches Leben hatte, aber als dieser Riese auf seinem fliegenden Motorrad kam, hörte sie auf zu lesen. So etwas passierte einfach nicht."

Seite 267: "Man kann Dinge planen, man kann sich jahrelang auf Ereignisse vorbereiten, die dann trotzdem nicht eintreffen. Oder man gähnt zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und die gebratene Taube fliegt einem in den Mund. Wenn man an so etwas wie das Schicksal glauben möchte, dann ist es eine launische Gottheit."

Zum Cover:   
Ich finde das Cover ja extrem gruselig :D hab es schon nachts immer mit dem Klappentext nach oben auf das Nachtkästchen gelegt lach

Aber dieses Cover passt echt klasse zu dem Inhalt, dieses Mädchen das da im Wald steht, scheint dabei ziemlich regungslos. Und generell diese düstere Stimmung.
Klappentext: 
Das Grauen lauert überall...
Der ehemalige Schlagersänger Lennart macht im Wald einen grausigen Fund: ein lebendig begrabener Säugling. Das Schreien des Mädchens geht durch Mark und Bein: Es schreit, vielmehr es singt glockenreine, vollkommene Töne. Was für ein Menschenkind hat er hier gefunden? er nimmt die Kleine mit nach Hause und versteckt sie. Theres, so wird sie genannt, soll Lennarts Lebenstraum einer Musikkarriere erfüllen. Er ahnt nicht, dass er sich das eigene Verderben in Haus geholt hat...
Zum Buch:
Als Lennart eigentlich zum Pilzesammeln aufbricht, entdeckt er dort eine halb eingegrabene Plastiktüte, die sich bewegt... und wie es mit der menschlichen Neugier so ist, möchte er auch wissen, was sich darin befindet. Es stellt sich heraus das es ein Säugling ist, ein Mädchen, das aber nicht schreit, nein es "singt" die reinsten Töne. 
Lennart nimmt das Mädchen mit nach Hause, wo er es dann zusammen mit seiner Frau Laila versteckt. Was auch erst mal klappt, bis ihr erwachsener Sohn Jerry das Mädchen entdeckt, auch er versucht sich mit diesem Mädchen zu arrangieren, die gewissermaßen ziemlich eigenartig ist, aber doch finden Jerry und Theres einen Draht zueinander...

Es erscheint dann noch die Geschichte von Teresa, das eigentlich eine Geschichte für sich ist, aber diese beiden Mädchen lernen sich irgendwann kennen, und es ist spannend zu beobachten wir die beiden eine Bindung aufbauen und was daraus am Ende wird. Mehr möchte ich hier nicht verraten :)

Fazit:  
Ja....Fazit....Ich hab das Buch eben beendet und ich weiß irgendwie immer noch nicht, wie ich es finden soll :D
Ich muss zugeben gerade am Anfang mich hat selten ein Buch so dermaßen aufgeregt und wütend gemacht in so kurzer Zeit, und ich hatte manchmal echt gute Lust dieses Buch einfach an die Wand zu werfen (ich hab es dann doch nicht getan weil ich so was Büchern nicht antun kann :D).

Das Buch ist spannend, weil man wissen will, wie es weitergeht, was als Nächstes geschieht, und was in Theres Kopf vorgeht (daraus bin ich immer noch so ganz schlau geworden). Ich denke für Thriller-Liebhaber genau das Richtige, auch der Schreibstil ist echt klasse, der Autor schreibt so das man sich alles extrem bildlich vorstellen kann und auch gibt es nicht lange Pausen, bis das nächste geschieht, aber ohne das es überladen ist und man nicht mehr hinterherkommt.
Bewertung: 
Ja...nun sind wir bei der Bewertung, sonst war mir das eigentlich immer klar wie viele Sterne aber hier....Ich gebe 4 Sterne weil mich selten ein Buch so aufgeregt hat :D

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen