Samstag, 14. Juni 2014

Rezension Zwei und Dieselbe - Wie viel von mir bin ich von Mary E. Pearson

Autor: Mary E. Pearson
Verlag: Fischer
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, 331 Seiten

Erster Satz: 
Früher war ich jemand namens Jenna.
Jenna Fox.
Das erzählen sie mir jedenfalls. Aber ich bin mehr als ein Name.


Zitat:
Seite 49: " Und etwas scheinbar Harmloses wie der übermäßige Einsatz von Antibiotika hat zur Entstehung von derart lebensgefährlichen Bakterienstämmen geführt, dass mein Mann und ein viertel der Weltbevölkerung elend gestorben sind."

Zum Cover:   
Ich bin auf dieses Buch durch das Cover aufmerksam geworden. Ich finde das Zusammenspiel einfach so klasse. Das Gras im Hintergrund, der Titel der genau auf den Schmetterling passt.
Klappentext: 
Ich bin alles was möglich ist.

Als Jenna nach über einem Jahr aus dem Koma erwacht, weiß sie nicht, wer sie ist. Warum meldet sich kein einziger Freund bei ihr? Warum verhalten sich ihre Eltern so sonderbar? Was ist eigentlich passiert?

"Der Autorin ist es gelungen, ethische Fragen in einer künftigen Welt voller medizinischer Fortschritte in eine fesselnde Handlung zu packen, sie bis zum Schluss höchst spannend bleibt" SWR4

Zum Buch:
Jenna lag ein Jahr im Koma, nachdem sie einen Unfall hatte. Sie darf dann wieder nach Hause, obwohl man es nicht "Zu Hause" nennen kann, da die Eltern in der Zwischenzeit umgezogen sind. Sie wundert sich das sich in all der Zeit niemand nach ihr erkundigt hat. Sie hat immer noch Gedächtnisprobleme und kann sich an kaum etwas erinnern, aber mit der Zeit kommen immer mehr Erinnerungsbruchstücke die sie nun versucht zusammenzufügen. 
Gleichzeitig fällt ihr auf das irgendetwas seltsam ist, nicht mehr wie früher, aber was das ist, das müsst ihr schon selber lesen, und glaubt mir es lohnt sich :)

Fazit:  
Als ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich dieses Buch geht mehr in die Richtung Dystopie, was es auch tut, aber gepaart mit vielen Elementen aus der Medizin. Wie zum Beispiel das Zitat schon erahnen lässt, z.B. der oft zu schnelle Einsatz von Antibiotika, der ja auch schon heutzutage multiresistente Keime hervorgerufen hat. Ich finde es klasse, das man dadurch noch mal zum Nachdenken kommt und sich einfach fragt, ob das alles so richtig ist.
Und was hier auf keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist der Aspekt mit dem verlorenen Gedächtnis, wenn man sich nicht an sich selbst erinnern kann, ist man dann noch man selbst? Was macht einen aus? Ich finde genau das wird in diesem Buch einfach wunderbar geschrieben.
Bewertung:
"... es ist ein Unterschied ein richtiges Buch zu lesen. Das Papier riecht gut, und man liest immer nur ein Wort auf einmal und kann in seiner Form und jeweiligen Nuance schwelgen." (Seite 242)

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