Mittwoch, 24. September 2014

Rezension Eve & Adam von Katherine Applegate und Michael Grant

Autor: Katherine Applegate und Michael Grant
Verlag: Ravensburger
Sprache: Deutsch
Hardcover, 352 Seiten

Erster Satz: 
Ich denke an einen Apfel, als die Straßenbahn mich trifft, mir das Bein abreißt, meine Rippen splittern und mein Arm kein Arm mehr ist, sondern nur noch eine nasse, rote, nicht wiedererkennende Masse.


Zitat:
"Ich bin nicht religiös, aber ich entwickle allmählich ein gewisses Mitgefühl mit Gott. Man braucht den Menschen nur so schlau zu machen, dass er Tieren Namen geben kann und sich einigermaßen zurechtfindet, und schon kommt das mit dem verbotenen Apfel auf einen zu."

Klappentext: 
Als Tochter aus reichem Hause genießt die 17-jährige Evening Spiker so manches Privileg: zum Beispiel einen Aufenthalt in der Privatklinik ihrer Mutter, wo sie nach einem schweren Verkehrsunfall behandelt wird. Damit Eve sich im tristen Krankenhausalltag nicht langweilt, soll sie ihren Traumtyp am Computer entwerfen. Größe, Augenfarbe, IQ - Eve darf alles selbst entscheiden. Sie hält es für ein lustiges Spiel, doch kurz darauf steht er ihr leibhaftig gegenüber ...
Zum Buch:
Eve verliert durch einen Unfall ihr Bein, als sie nach der OP wieder aufwacht, erlebt sie mit, wie ihre Mutter sich mit dem behandelnden Arzt anlegt, um Eve in ihre eigene Privat-Klinik zu verlegen. Das wird dann auch getan. Eves Wunden verheilen schnell. Damit sie die Zeit, die sie im Krankenhaus verbringt, sinnvoll nutzen kann, lässt Eves Mutter sie eine Software testen. Dahinter verbirgt sich ein Programm, mit dessen Hilfe man den "perfekten Menschen" zusammenbauen kann, natürlich nur virtuell, denkt Eve am Anfang ...
In der Firma ihrer Mutter, in der sich das Privat-Krankenhaus befindet, wird natürlich auch geforscht, wie man Krankheiten heilen kann; aber dabei bleibt es nicht ...
Auch lernen wir Solo kennen, er arbeitet für Eves Mutter, doch etwas scheint er zu verbergen, was das ist, werdet ihr im Laufe des Buches erfahren :)

Fazit:  
Was ich etwas schade finde, ist das man durch den Klappentext ein etwas anderes Buch erwartet, als man dann wirklich in den Händen hält. Wer damit rechnet, dass es vor allem um die Beziehung zwischen Eve und Adam geht, wird hier enttäuscht. Als Adam endlich im Buch auftaucht, sind nur noch wenige Seiten des Buches übrig.

Meiner Meinung nach geht es hier vor allem um Genmanipulation, und was Wissenschaftler eigentlich für eine ethische Verantwortung tragen. Was passiert, wenn Leute Gott spielen? Was ist wirklich "perfekt"?
Das Ganze hätte man noch weiter vertiefen können, da ich finde das einige Fragen unbeantwortet blieben und ein paar Seiten mehr hätten dem Buch in dem Fall nicht geschadet.

Klasse an dem Buch finde ich, das sowohl von der Perspektive von Eve als auch von Solo geschrieben wird; zu einem späteren Zeitpunkt auch aus Adams Sicht. Amüsant finde ich Adams Sicht, da er ja ziemlich naiv ist, dadurch das es ihm an Erfahrung fehlt.

Es liest sich flüssig, ich hatte das Buch in sehr kurzer Zeit durch. Also zusammenfassend, tolles Buch für zwischendurch, wenn man keine Liebesgeschichte erwartet, sonst denkt man sich die ganze Zeit "Ja und wo bleibt jetzt Adam?" :D

Bewertung:
"Aber ich sitze da wie erstarrt. Wie sonderbar. Wie ungeheuerlich. Hier sind so viele Menschen und alle haben Nachnamen. Wie können sie es wagen mich zu erschaffen und mir nicht einmal einen Nachnamen zu geben?"



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