Samstag, 18. März 2017

Rezension Das verbotene Eden - David und Juna von Thomas Thiemeyer


Autor: Thomas Thiemeyer



Verlag: PAN
Sprache: Deutsch

Hardcover, 464 Seiten


Erster Satz: 
Wenn unsere Welt zusammenbricht, dann schneller, als wir uns das im Moment ausmalen können. 


Zitat:
Juna sah die wertvollen, in Leder gebundene Werke vergangener Zeiten und fragte sich, was wohl darinstehen mochte und warum die Menschen ihnen damals, vor dem Zusammenbruch, so viel Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Das Aufregende war, das sie tatsächlich keinen Zweck erfüllen schienen. Seiten um Seiten nichts als bedrucktes Papier - was sollte das nutzen? Man konnte es weder essen noch damit kämpfen. Bücher waren ein rundum verzichtbares Luxusgut.

Klappentext: 
Männer und Frauen.
Feuer und Wasser.
David und Juna.
Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den "dunklen Jahren" leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.
Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Lieben zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer...
Fazit:  
Wow. Wieso habe ich dieses Buch nur so lange auf dem SuB gehabt und wieso hat mir keiner gesagt "Lies das! Sofort!" :D 
Die Idee mit dem Impfstoff, der dazu führt das die Frauen und Männer in Feindschaft leben, ist gar nicht so abwegig, da viele Auswirkungen uns auch jetzt nicht bekannt sind. Die Geschichte spielt einige Jahre später, was mich fasziniert hat, dass man beobachten kann, was die Gesellschaft ausmachen kann, wie oft man das glaubt, was einem von klein auf erzählt wird. Daraus auszubrechen ist gar nicht mal so einfach. 
Der Autor schafft es, dass man komplett in die Geschichte eintaucht und mit den Charakteren mitfühlt. Man liest abwechselnd aus der Sicht von Juna und David, so dass man sich in beide gut reinversetzen kann und man lernt dadurch auch gut die Welt der beiden kennen.
Ich hab das Buch regelrecht weginhaliert. 
Ich werde mir jetzt gleich den zweiten Band schnappen, freue mich schon darauf zu erfahren, wie es weitergeht und ob mich dieser Band wieder so packen wird.

Bewertung:
"Nun, es gab damals Betriebe, die sich durch die Verbreitung eines neuen und relativ harmlosen Virus einen besseren Verkauf ihres Gegenmittels versprachen. Diese Betriebe waren riesig. Man nannte sie Pharmakonzerne, und sie hatten genügend Mittel, um eine solche Krankheit künstlich zu erschaffen. Womit sie nicht rechneten, war, dass das Virus sich veränderte - mutierte- und das daraus eine tödliche Krankheit entstand."

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